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„Die Rheinpfalz“ berichtete am 19.2.2020

9285 Mittagessen ausgegeben

Spenden für Neustadter Tagesbegegnungsstätte Lichtblick so hoch wie nie

Von Annegret Ries

 

18 Mitarbeiter sind in der Neustadter Tagesbegegnungsstätte Lichtblick beschäftigt. Dazu kamen im vergangenen Jahr etwa 30 Besucher, die in der Einrichtung dauerhaft oder zeitweise einen Job hatten. Das geht aus dem Rückblick hervor, den die Verantwortlichen der Einrichtung und der Träger, das protestantische Dekanat, nun vorgelegt haben.

Als die Tagesbegegnungsstätte vor 24 Jahren gegründet wurde, wurde sie ausschließlich ehrenamtlich betrieben. Der Leiter der Einrichtung, Hans Eber-Huber, ist stolz darauf, dass der Lichtblick inzwischen zahlreiche Arbeitsplätze bietet. Das zeige, dass man sich etabliert und das Angebot deutlich ausgebaut habe.

Wichtig ist für Eber-Huber vor allem aber, dass viele ehemalige oder jetzige Besucher in die Arbeit des Lichtblicks eingebunden sind. Sie haben Stellen, die Eurojobbern vorbehalten sind oder für die es lediglich eine Ehrenamtspauschale gibt, auch in Mini- und Midijobs sind sie teilweise tätig. Diese Menschen seien den Anforderungen auf dem regulären Arbeitsmarkt nicht gewachsen, meint Eber-Huber. „Es ist wichtig, dass sie eine sinnvolle Beschäftigung haben.“

Mehr feste Stellen derzeit nicht möglich. Der Leiter des Lichtblicks hat nach wie vor die einzige Vollzeitstelle im Haus. Außerdem gibt es drei Teilzeitstellen, die anderen Mitarbeiter sind als Midi- und Minijobber beschäftigt. „Wir würden gerne mehr Vollzeit- oder Teilzeitstellen anbieten und unsere Mitarbeiter besser bezahlen, als das derzeit der Fall ist. Aber dazu reicht das Geld nicht“, sagt Eber-Huber. Er sei schon froh, dass „wir inzwischen so vielen Menschen eine Chance geben können, bei uns zu arbeiten“.

Die Stelle von Eber-Huber wird von der Stadt Neustadt bezahlt. Sie überweist dem Lichtblick darüber hinaus jährlich einen Zuschuss von 15.000 Euro, der Landkreis Bad Dürkheim steuert 5000 Euro bei. Derzeit wird laut Eber-Huber eine Teilzeitstelle mit 30 Stunden vom Jobcenter finanziert, weil die Mitarbeiterin überwiegend mit der Betreuung der Eurojobber beschäftigt ist.

Kosten in Höhe
von 373 000 EuroAlle sonstigen Personal- und Sachkosten trägt die Tagesbegegnungsstätte. Der Lichtblick hatte im vergangenen Jahr Ausgaben in Höhe von 373.000 Euro. Dank einer seit Jahren zunehmenden Spendenbereitschaft und steigender Einnahmen aus den Projekten sei es möglich gewesen, diese Summe zu stemmen. „Die Verantwortung ist aber auch gewachsen. Wenn wir weniger Spenden bekommen, müssen wir Leute entlassen“, sagt Eber-Huber. Er erinnert daran, dass es Jahre gegeben hat, in denen die Ausgaben höher gewesen seien als die Einnahmen. Umso mehr freut er sich, dass die Spenden zuletzt so hoch waren wie noch nie. „Das zeigt, dass die Bevölkerung den Lichtblick inzwischen akzeptiert“, sagt Eber-Huber. Trotz der hauptamtlichen Mitarbeiter könne der Lichtblick auf die Hilfe der 33 Ehrenamtlichen nicht verzichten.

Huber-Eber hatte auch einige Zahlen zusammengetragen: 398 Besucher seien im vergangenen Jahr insgesamt 13.642 Mal im Lichtblick gewesen. Das sind durchschnittlich 56 Besucher pro Tag. 198 der Menschen waren dabei erstmals in der Einrichtung. 9285 Mittagessen wurden ausgegeben. 211 Männer und Frauen hatten ihre Postadresse im Lichtblick, für 30 Menschen wird ein Treuhandkonto verwaltet. Bei all diesen Zahlen sei ein leichter Rückgang zu verzeichnen, erläutert der Leiter der Einrichtung.

Eber-Huber bedauert, dass das seit Jahren bestehende Angebot eines kostenlosen Haarschnitts für die Besucher nicht mehr möglich ist. Die Friseurin, die viele Jahre ehrenamtlich in der Einrichtung tätig war, habe aus beruflichen Gründen aufhören müssen, ein Friseursalon habe sein Angebot eingestellt. Positiv sei hingegen, dass die Stadt beim Jugend- und beim Sozialamt je eine Stelle für Hilfe bei Wohnungsnot eingerichtet hat. Das ändere jedoch nichts daran, dass es zu wenig Wohnungen gebe.

Quelle

Ausgabe

Die Rheinpfalz Mittelhaardter Rundschau - Nr. 42

Mit frdl. Genehmigung von Annegret Ries

 

 

 

 

Chronik Lichtblick 2019


Jahresbericht Lichtblick 2019


Offener Brief:

 

Stellungnahme des AK Soziale Beratung der Stadt Neustadt an der Weinstraße zur angekündigten Schließung der Fachstelle Sucht der Evangelischen Heimstiftung zum 31.12.2020

 

Neustadt, den 29.01.2020

 

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Weigel,

 

Der AK soziale Beratung der Stadt Neustadt an der Weinstraße nimmt zur angekündigten Schließung der Fachstelle Sucht der Evangelischen Heimstiftung zum 31.12.2020 mit diesem offenen Brief wie folgt Stellung:

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Einrichtungen und Diensten unserer Stadt bedauern die Entscheidung des Trägers zutiefst und sind von dieser sehr betroffen.

In den 70iger Jahren des vergangenen Jahrhunderts wurden nach der Anerkennung der Suchterkrankung als behandlungsbedürftige Krankheit im Sinne der Sozialversicherung, Schritt für Schritt Suchtberatungsstellen und Fachkliniken zur Behandlung der Alkoholkrankheit aufgebaut. Die Notwendigkeit und Wirksamkeit der dort geleisteten Arbeit für suchtkranke Menschen war und ist unumstritten und insbesondere die Stellen der Diakonie haben einen fachlich ausgezeichneten Standard erreicht.

Über die Jahre ist so ein aufeinander abgestimmtes Hilfeangebot bestehend aus Beratung, Gruppenarbeit, Vermittlung in Fachkliniken zur Langzeittherapie, Nachsorge bis hin zur Selbsthilfe in Freundeskreisen und auch Präventionsarbeit entstanden, sowohl für legale als auch illegale Suchtmittel.

Eine Suchterkrankung stellt für den Erkrankten eine existentielle Bedrohung dar; bedeutet oft jahrelanges Leid und endet ohne fachliche Hilfen nicht selten mit einem langen Siechtum oder schlimmstenfalls einem vorzeitigem Tod. Es gilt unter Fachleuten als gesichert, dass eine Suchterkrankung in der Regel auch eine schwere Belastung für die Angehörigen und das soziale Umfeld (Ehepartner, Kinder, Eltern etc.) des Kranken mit sich bringt. Auch für diese Menschen sind die Suchtberatungsstellen eine wichtige Anlaufstelle und Partner bei dem Weg aus der Krankheit für alle Beteiligten.

Dass sich kirchliche Träger dieser Aufgabe auf einem hohen fachlichen Niveau gestellt haben, indem sie Menschen in Not begleiten, entspricht nach unserem Verständnis ihrem christlicher Auftrag und stellt eine zeitgemäße Umsetzung von Nächstenliebe dar. Sich davon zu verabschieden, halten wir für einen schweren Fehler, der in erster Linie den betroffenen Menschen aber auch dem Profil der evangelischen Heimstiftung und im weiteren Sinn der protestantischen Kirche schweren Schaden zufügt.

Es ist unumstritten, dass Menschen mit einem süchtigen Verhalten in unserer Gesellschaft nicht geringer werden. Nein, die Tendenz ist steigend, auch in Neustadt an der Weinstraße. Der gesellschaftliche Wandel der letzten Jahre hat neue Formen von Abhängigkeiten entwickelt. Zu nennen sind hier sicherlich die Spiel- und die Onlinesucht. Eine gut funktionierende Suchthilfe ist effektiv und effizient. Erfolgreiche Suchthilfe führt insbesondere zur sozialen und gesundheitlichen Stabilisierung , außerdem zu eheblichen Einsparungen bei Kranken- und Rentenversicherungen und anderen Sozialleistungsträgern, sowie am Arbeitsplatz. Öffentliche Haushalte werden durch ihre Investitionen in ein solides Suchthilfesystem mittel- und langfristig entlastet.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der sozialen Einrichtungen in unserer Stadt sind nicht in der Lage die Folgen der Schließung zum 31.12.2020 zu kompensieren.

Die Fachstelle Sucht der evangelischen Heimstiftung unterstützt uns seit vielen Jahren mit ihrer fachlichen Kompetenz. Sie ist ein wichtiger und integrativer Bestandteil unserer Arbeit vor Ort. Durch die Schließung wird eine Lücke entstehen; die Folgen daraus sind nicht ab zusehen.

Der AK Soziales der Stadt Neustadt an der Weinstraße würde es begrüßen, wenn die Fachstelle Sucht in ihrer jetzigen Form weiter bestehen könnte, mit allen ihren Fachbereichen und einer soliden Finanzierung aus kirchlichen und öffentlichen Mitteln.

Wir möchten Sie daher eindringlich bitten, sich für den Fortbestand der Fachstelle Sucht einzusetzen.

Der AK Soziales steht Ihnen gerne für ein Gespräch zur Verfügung.

 

Mit freundlichen Grüßen

Für den AK Soziale Beratung in Neustadt


Südwestdeutsche Zeitung

Evangelische Heimstiftung will Suchtberatungsstellen aufgeben

Grund: Finanzielles Defizit – Angebote an alle Mitarbeiter für andere Stellen

Speyer. Die Evangelische Heimstiftung Pfalz will Ende des Jahres 2020 die Trägerschaft für ihre drei Fachstellen Sucht in Frankenthal, Landau und Neustadt aus finanziellen Gründen aufgeben. Dies hat am Mittwoch Ralph Moog, Vorstand Kliniken und Finanzen, mitgeteilt.

„Wir bedauern sehr, uns aus der Suchtberatung zurückziehen zu müssen“, erklärt Moog für die Evangelische Heimstiftung, die ihren Sitz in Speyer hat. Seiner Auskunft nach kann das jährliche Defizit in Höhe von fast 400.000 Euro nicht mehr aufgefangen werden. Die Beratungsstellen noch länger weiterzuführen, könnte andere diakonische Aktivitäten beeinträchtigen, begründet Moog die Entscheidung.

Nichts ändern wird die Heimstiftung an der stationären Suchthilfe mit den Fachkliniken Landau und Pfälzerwald (Wilgartswiesen-Hermersbergerhof) sowie dem Rehabilitationszentrum am Donnersberg (Kirchheimbolanden). Allen 20 Mitarbeitern der Fachstellen Sucht sollen laut Moog andere Stellen bei der Heimstiftung angeboten werden. Sie wurden am Montag über die Schließungspläne informiert, ebenso die betroffenen Kommunen und die Landesregierung.

Ob ein Nachfolger für die Trägerschaft gefunden werden kann, soll bis Ende nächsten Jahres ausgelotet werden. Moog hofft, dass andere Angebote in der Region den Verlust kompensieren können. Die Suchtberatungsstellen in Frankenthal, Landau und Neustadt bieten ihre Hilfe weitgehend kostenlos an. Finanziert werden sie durch die Heimstiftung sowie Zuschüsse des Landes und der Kommunen. Die Heimstiftung hat die drei Beratungsstellen erst 2012 vom Diakonischen Werk Pfalz übernommen. Dies sollte die Diakonie finanziell entlasten. Versprochen hatte man sich Synergieeffekte zwischen ambulanter und stationärer Suchtarbeit.

Landespfarrer Albrecht Bähr von der Diakonie Pfalz bedauert die geplanten Schließungen, hält aber einen Eigenanteil der Träger an den Kosten für die ambulante Beratung von fast 50 Prozent für unangemessen. Schon im Frühjahr hatten bundesweit 14 Verbände Alarm geschlagen, um auf die chronische Finanznot aller Suchtberatungsstellen aufmerksam zu machen.


Rechtshilfe

Nächster Termin mit Herr RA Preuninger.

Mittwoch den 4. März 2020 um 14 Uhr.

Bitte im Gemeinschaftsraum warten.


Lichtblick TV

Hallo liebe Freundinnen und Freunde, ab sofort sind alle Videos, die von uns produziert wurden oder den Lichtblick betreffen, auf unserer Homepage in der Rubrik LBTV verfügbar. Damit könnt ihr jederzeit und so oft ihr wollt, diese Filme sehen.


Weihnachten im Lichtblick!

Auch in diesem Jahr war "volles Haus" im Lichtblick. Über 80 Frauen, Männer und Kinder drängelten sich in den engen Räumen, um an der Weihnachtsfeier teilnehmen zu können. Dank vieler Paketspenden gab es nach einem guten Mittagessen und der Weihnachtsandacht für Alle ein Geschenk.

Das Essenn wurde von der Landtagsabgeordneten Giorgina Kazungu-Haß wie in den Jahren davor gespendet und persönlich vorbeigebracht.

Den Auftakt der Feier gestalteten der Posaunenchor Hambach- Winzingen. Besonderes Dank an Martin Ullmer an der Gitarre und Dekan Armin Jung für die weihnachtlichen Worte. Beonderen Dank auch an die vielen PaketspenderInnen und den Kindern und Eltern des Kindergottesdienstes der Pauluskirche im Hambach, die Pakate für viele Kinder gespendet haben.


Urteil Hartz IV-Sanktionen

5. November 2019 Erster Schritt zum Politikwechsel?

Wer Hartz IV bezieht und ein Jobangebot ausschlägt, muss bisher mit empfindlichen Kürzungen der Leistungen rechnen. Diese Sanktionen haben die Verfassungsrichter jetzt teilweise für verfassungswidrig erklärt. Die Diakonie RWL lehnt Sanktionen ab. Sie hofft aber, dass mit dem lange erwarteten Grundsatzurteil ein erster Schritt für einen Politik- und Haltungswechsel möglich wird.

Die Kürzungen von Hartz IV-Leistungen bei Pflichtverletzungen sind teilweise verfassungswidrig. Bei Verstößen gegen die Auflagen seien maximal um 30 Prozent reduzierte Leistungen möglich, urteilte der Erste Senat des Bundesverfassungsgerichts (AZ: 1 BvL 7/16) am 5. November. Die bisher möglichen Abzüge bei Verletzung der Mitwirkungspflicht um 60 oder sogar 100 Prozent seien mit dem Grundgesetz nicht zu vereinbaren, erklärte Vizepräsident Stephan Harbarth.

"Das Urteil des Bundesverfassungsgerichts ist zwar ein erster Schritt, um einen Politik- und Haltungswechsel in die Wege zu leiten. Es ist aber stark geprägt von der Haltung, dass Druck Verhaltensänderungen bewirken", sagt Diakonie RWL-Armutsexpertin Heike Moerland. "Das mag im Einzelfall stimmen, viele Menschen möchten ihr Leben aber selbst in die Hand nehmen und wünschen sich dafür Ermutigung und nicht Sanktionen." Die Diakonie hatte darauf gehofft, dass die Richter die Sanktionen generell für verfassungswidrig halten.

Ein Hartz-IV-Bezieher erhält in der Regel 424 Euro monatlich. Wenn davon 30 Prozent und mehr gekürzt werden, geht es an die nackte Existenz.

Keine Kürzungen am Existenzminimum!

In einer gemeinsamen Erklärung mit Sozialverbänden, Gewerkschaften, Politikern und Wissenschaftlern hat die Diakonie gefordert, die bestehenden Sanktionsregelungen aufzuheben. Stattdessen sei ein "menschenwürdiges System der Förderung und Unterstützung" nötig, heißt es.

"Sanktionen haben negative soziale Folgen. Sie schaden der sozialen und beruflichen Eingliederung. Die Folgen sind Verschuldung, soziale Isolierung, massive gesundheitliche und psychische Belastungen bis hin zu drohender Wohnungslosigkeit", kritisieren die Unterzeichnenden.

Termin verpasst, Geld gestrichen

Jeden Monat wurden 2018 bundesweit über drei Prozent der erwerbsfähigen Hartz IV-Empfänger sanktioniert, rund 130.000 Menschen. In Nordrhein-Westfalen waren monatlich über 32.000 Hartz IV-Empfänger von mindestens einer

Leistungskürzung betroffen, wie der Arbeitslosenreport der Freien Wohlfahrtspflege NRW [2] belegt.

Drei Viertel der Sanktionen werden verhängt, weil jemand unentschuldigt nicht zu einem Termin erscheint. In diesen Fällen kürzt das Jobcenter die Bezüge für drei Monate um zehn Prozent. Wer eine "zumutbare" Arbeit ablehnt oder eine Fördermaßnahme abbricht, muss mit höheren Einschnitten rechnen. Dann können 30 Prozent der Leistung gestrichen werden, im Wiederholungsfall sogar 60 oder 100 Prozent.

Diakonie RWL-Vorstand Christian Heine-Göttelmann sorgt sich besonders um junge Hartz-IV-Bezieher. (Foto: Diakonie RWL)

Resignation statt Beschäftigung

"In den Beratungsstellen der Diakonie beobachten wir, dass die harten Sanktionen von mindestens 30 Prozent meist nicht dazu führen, dass sich die Betroffenen stärker um einen Job bemühen", sagt Diakonie RWL-Vorstand Christian Heine- Göttelmann. "Im Gegenteil. Die Menschen resignieren und ziehen sich zurück."

Das gilt besonders für junge Menschen unter 25 Jahren, denn bei ihnen kann bereits der erste Verstoß dazu führen, dass sie kein Geld mehr erhalten. Bei weiteren Verstößen streicht das Jobcenter auch Miete und Heizkosten. Die jungen Leute verlieren ihre Wohnung, schlüpfen bei Freunden und Familie unter oder landen auf der Straße. Von Sanktionen sind junge Menschen doppelt so häufig betroffen. Sie waren aber nicht Gegenstand des Verfahrens vor dem Bundesverfassungsgericht.

Jugendliche sind besonders oft von Hartz IV-Sanktionen betroffen - und landen nicht selten auf der Straße.

Abrutschen in absolute Armut

Hier hofft die Diakonie RWL darauf, dass die Politik diese Sanktionen möglichst schnell abschafft. Im vergangenen Jahr, so zeigen aktuelle Zahlen des Statistischen Bundesamtes, wurden bundesweit 30.000 Jugendliche sanktioniert, davon 8.000 in NRW. Deutschlandweit wurde 3.300 jungen Menschen unter 25 Jahren die Unterstützung fürs Wohnen gestrichen. In NRW waren es 852.

"Sie rutschen in absolute Armut ab – und zwar für eher harmlose Regelverstöße", sagt Christian Heine-Göttelmann. "So wird bereits der jungen Generation ein Leben in Würde verwehrt." Statt auf Leistungskürzungen zu setzen, müsse die persönliche Beratung und Betreuung in den Jobcentern gestärkt werden, fordert der Diakonie RWL-Vorstand. "Wir brauchen eine Unterstützung auf Augenhöhe, die ermutigt und befähigt statt bestraft."

Text: Sabine Damaschke, Fotos: pixabay

Ihr/e Ansprechpartner/in Heike Moerland [3]

Source URL:

www.diakonie-rwl.de/themen/arbeit-und-beschaeftigung/urteil-hartz-iv-sanktionen

Links:

[1] www.diakonie-rwl.de/file/erklarfilm-den-sanktionen-hartz-iv-system [2] https://www.freiewohlfahrtspflege-nrw.de/fileadmin/user_data/2018/Arbeitslosenreport-2018- 2019/arbeitslosenreport-3-2018/Arbeitslosenreport-NRW_2018-3_Sanktionen.pdf [3] https://www.diakonie-rwl.de/users/heike-moerland


Der Großteil der wohnungslosen Menschen bleibt unsichtbar

Immer mehr Menschen in Europa müssen unter den Folgen des dramatischen Mangels an bezahlbarem Wohnraum leiden. Steigende Mieten und Mangel an sozialem Wohnraum zwingen einen immer größer werdenden Teil der Bevölkerung dazu, ohne die Sicherheit eines eigenes Zuhauses zu leben. 2018 mussten ca. 678.000 Menschen in Deutschland ohne eigene Wohnung auskommen. Mittlerweile leben gut 40.000 Menschen als Obdachlose dauerhaft auf der Straße, die anderen bleiben weitgehend unsichtbar.

(Quelle: bagw.de)

Viele Wohnungslose kommen nämlich vorrübergehend in Notunterkünften oder bei Freunden und Bekannten unter, doch das ist keine Dauerlösung und besonders für Familien mit Kindern sehr dramatisch. Einer der Hauptgründe für die steigende Zahl der Wohnungs- und Obdachlosen ist das unzureichende Angebot an bezahlbarem Wohnraum. Tausende Menschen leiden tagtäglich darunter - in ganz Europa! So wie es jetzt ist, kann es nicht weitergehen!

DU kannst etwas tun!

Wir brauchen nur 1 Million Unterschriften, um den Wohnungsmarkt in Europa in eine bessere Richtung zu bringen. Zeigen wir der Welt, dass wir es alle gemeinsam schaffen, bezahlbares Wohnen in Europa wieder möglich zu machen!

Schicke diese Nachricht gleich an 3 Freund*innen weiter, denen es auch wichtig ist, dass alle Menschen ein sicheres Zuhause finden können!

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